5. August 2014

WMDEDGT - 8/14

Heute ist der 05.08. und Frau Brüllen möchte wieder wissen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?
Uns geht es wie Frau Brüllen: Wir haben kinderfrei. Allerdings müssen der Förster und ich arbeiten. Die Kinder schippern mit meinen Eltern auf einem Hausfloß rund um Fürstenberg. Am Samstag sammeln wir sie dort ein und fahren weiter an die Ostsee.
Der Wecker klingelte heute morgen also wie immer unter der Woche 5:15 Uhr. Frühstück musste ich nur für mich (Joghurt mit Himbeeren und Brombeeren aus dem Garten + die restlichen Johannisbeeren) und den Förster machen. Den warf ich gegen 6:30 Uhr dann aus dem Bett als ich zum Bus fuhr. Im Büro stand heute eine furchtbar langweilige Aufgabe (Aufbereitung des Vorlesungsverzeichnisses in Excel) auf dem Plan. Ist einmal pro Semester für statistische Auswertungen erforderlich. Ein Dekan ruft mich zurück, hat aber dann irgendwie doch keine Zeit meine Fragen zu beantworten. Eine neue Studienordnung kann ich freigeben. Die drei Wochen Urlaub meiner Chefin habe ich fast überstanden. Wir haben heute kurz telefoniert, da wir einen fliegenden Wechsel veranstalten und uns zur Übergabe nicht sehen. Zum Glück war es weitgehend ruhig.
Kurz vor halb fünf fällt heute der Stift bzw. melde ich mich an meinem PC ab.
Zu Hause angekommen versorge ich kurz die Katze, dann düsen wir wieder los. Für die neu eingerichteten Kinderzimmer soll es neue Betten geben. Meine Mama hat die Waldkinder auf die Idee mit ausziehbaren Betten (zweite Matratze im Bettkasten) gebracht. Endlich kann auch mal jemand bei ihnen übernachten, ohne dass wir erst halb umräumen müssen, damit die große LuMa Platz hat. Leider ist das Modell gerade nicht auf Lager. Da wir aber eh erst nach dem Urlaub streichen wollen, reicht es wenn wir die Betten dann holen. Die Zweitmatratzen und Rollroste nehmen wir aber gleich mit.
Nächste Station ist Jaques Weindepot. Für den Urlaub muss noch ein Weinschlauch mit. Nachdem es auch Saftschläuche gibt, gehen auch gleich noch 5l Apfelsaft mit.
Gegen 19:00 Uhr sind wir wieder zu Hause. Der Förster kümmert sich ums Abendbrot und ich sammle noch eine Schüssel Himbeeren im Garten.
Nach der Tagesschau wartete noch das Bügelbrett und ein Berg Wäsche auf mich (noch nicht ganz abgetragen). Mal sehen, was ich nachher noch schaffe.
Wer sonst noch mirgemacht hat, findet ihr hier.

3. August 2014

Sonntagsfreude - August

Heute soll es endlich auch mal wieder einen Sonntagsfreuden-Post geben:

Ist es eine Sonntagsfreude, dass die Kinder an die Großeltern verborgt sind? Ja und Nein!
Ja: Ich genieße die Ruhe und dass ich mit dem Förster "mein eigenes Ding" machen kann - wir brauchen z.B. nicht unbedingt ein Mittagessen.
Nein: Es ist irgendwie auch sehr ruhig.

Aber eine richtige Sonntagsfreude sind die fast ausgräumten Kinderzimmer. Nach dem Urlaub sollen sie vorgerichtet werden und jedes der Waldkinder sein eigenes Reich erhalten. Es sind zwar nur 1,5 Zimmer aber so kann das große Waldkind wenigstens mal die Tür hinter sich zu machen. Die Gelegenheit ist auch günstig mal ein paar Dinge mit und ohne die Kinder auszusortieren ;-).

Zeig uns Deine Stadt - Juli

Der Juli ist zwar schon vorbei, aber die Bilder liegen auch schon eine Weile auf der Festplatte.
Das Thema für den Juli bei den Shootingqueens lautete:
"Zeig uns altes Gemäuer".

Nun wurde Chemnitz im 2. Weltkrieg stark bombardiert (insbes. 14./15. Februar und 5. März 194).  Insgesamt sind in über 10 Luftangriffen 7.360 t Bomben auf die Stadt abgeworfen worden und der Denkmalbestand an Kirchen, öffentlichen Gebäuden und Wohnhäusern in der historischen Innenstadt und den inneren Vorstädten wurde beinahe vollständig zerstört. Das heißt, so richtig alte Gemäuer gibt es nicht mehr viele. Ein paar habe ich aber dann doch noch "gefunden".



 Eines der ältesten Gebäude der Stadt ist die Schloßkirche. In ihrer heutigen Form stammt sie überwiegend aus dem 16. Jh.. Nach Bombenschäden wurde bei den Reparaturarbeiten 1946 - 1949 ein vereinfachter Turmabschluss gewählt.








Die folgenden Häuser stehen am Fuße des Schloßberges unterhalb der Schloßkirche und sind wohl die wirklich ältesten Häuser in Chemnitz. Gebaut wurden sie nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieg, wobei nachweislich die Kellergewölbe des „Kellerhauses“ älteren Datums sind.





Näheres zu diesen Häusern und vor allem auch alte Bilder findet ihr hier.




















Wer Chemnitz kennt, weiß, dass es hier kein Schloss gibt. Woher kommt also der Name? Der Vorgängerbau der Schloßkirche war ein 1136 gegründetes Kloster. Im Schutze des Klosters wurde im ausgehenden 12. Jahrhundert von hier aus die Stadt in der Chemnitzaue gegründet. Nach der Auflösung des Benediktinerklosters erfolgte seit 1548 der Umbau der Klosteranlagen in ein kurfürstliches Schloss, dass nur noch in Resten erhalten ist und heute ein Museum beherbergt.

Weitere alte Gemäuer gibt es in Chemnitz aus der Gründerzeit als sich die Stadt zum sächsischen Manchester entwickelt. Die folgenden Bilder zeigen das Gebäude der Färberei Haase, die derzeit saniert und umgebaut wird.

















Vor drei Jahren sah das Gebäude noch so aus:


An der Chemnitz gibt es eines der letzten Walzenwehre in Chemnitz.


Jahrzehntelang hatte das 1926 gebaute Wehr vor sich hin gedümpelt. Erst mit dem Augusthochwasser 2002 war es wieder ins Visier der Stadtplaner und Denkmalschützer geraten. Zuerst drohte der Abriss. Weil es aber nur noch zwei solcher Wehre in Sachsen gibt, wurde die Sanierung beschlossen.

zwölf2014 - Juli

Nun haben wir schon August und die Bilder zum Projekt "zwölf2014" schlummern noch immer auf der Festplatte. Aber irgendwie fand ich in den letzten Wochen und Tagen weder die Zeit zum Fotografieren noch zum Bloggen (hier ist es bis auf dei Fotoprojekte schon arg ruhig).

Aber jetzt:











Am Riedteich hat sich im Vergleich zum Juni nicht viel getan.













An der Buche habe ich leider die Ernte und auch das Stoppelfeld verpasst - der Bauer war schneller als ich.

Alle Bilder findet Ihr auf der entsprechenden Seite oben.

30. Juni 2014

zwölf2014 - Juni

Im Monat Juni gibt es Bilder mit Morgensonne. Ich war überrasscht wie hoch sie schon morgens um 6:30 Uhr steht.










Am Riedteich ist es gewaltig grün geworden.















Die Häuser sind mittlerweile komplatt verschwunden und die Gerste ist fast reif. Vielleicht gibt es dieses Jahr die Erntefotos schon im August.

29. Juni 2014

Zeig uns Deine Stadt - Mai/Juni

Der Juni ist schon fast wieder vorbei und ich habe noch nicht einmal die Bilder zum Mai-Thema "Zeig uns Deine grüne Oase" gezeigt.
Im Juni lautete das Thema "Zeig uns wie Deine Stadt feiert".













Die größte grüne Oase der Stadt Chemnitz ist der Rabensteiner Wald. Vom Totensteinturm hat man einen wunderbaren Blick über Chemnitz und bis zum Fichtelberg.












Von dort oben sieht die Stadt sogar sehr grün aus.












Zu Füßen des Totensteinturmes gibt es die Totenstein-Alm. Eine wunderbare Möglichkeit einzukehren.





Im Rabensteiner Wald gibt es noch eine weitere Oase.










Das Blockhaus hat der Förster vor ca. 9 Jahren mit den Tischlerlehrlingen des Don-Bosco-Hauses in Burgstädt gebaut. Seit dieser Zeit ist es ein beliebtes Ziel für die Waldkinder. Mittlerweile dürfen sie dort auch selbstständig mit den Rädern hin.


Eine weitere wunderbare grüne Oase ist der Schlossteich:











Der bunte Schornstein im Bild gehört zu Heizkraftwerk. Die Bemalung ist in der Bevölkerung heftig umstritten. Mir gefällt sie gut.



Beim Thema "Feiern" war es recht schwierig. Zum Public Viewing bin ich nicht gekommen. Zum Ballonfest im Küchwald waren wir in diesem Jahr zum jährlichen Zelten mit unseren Freunden. So bleibt nur das Sommerfest meines Vereines "erlebnis geburt". Ich kann euch also diesmal keine typischen Chemnitz-Bilder zeigen.

























Trotz eines kleinen Regenschauers waren ganz viele Familien da.

































Ein wunderbares Puppenspiel/ Pantomime. Am witzigsten fand ich den Entenar....

5. Juni 2014

WMDEDGT - 6/14

Auch in diesem Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Der Donnerstag ist hier ein ganz normaler Arbeitstag.
Somit "klingelt" mein Radiowecker um 5:15 Uhr. Es folgt das übliche Morgenprogramm mit Bad, Frühstück vorbereiten und Brotdosen mit Obst bestücken. Ihre Schulbrote belegen die Waldkinder später selbst, so umgehe ich den falschen Belag. Wobei Marmelade u.ä. von vornherein ausgeschlossen sind.
Es gibt dann noch eine kurze Diskussion um kurze Hosen. Ich erlaube, dass sich beide eine in den Ranzen packen dürfen. Am Nachmittag haben sie immer noch die langen Hosen an ;-).
Kurz nach halb sieben bin ich auf dem weg ins Büro.
Nachdem meine Kollegin wegen Krankheit noch bis zum Ende der nächsten Woche ausfällt, in einer Fakultät aber eine Evaluation aller Lehrveranstaltungen ansteht, habe ich den Vormittag über mal nicht mit Zahlen sondern mit dem Setzen von Fragebögen zu tun.
Zwischendurch bringe ich meine Chefin auf den neusten Stand, da sie die letzten drei Tage Urlaub hatte. Zwischendurch gehen wir Mittag essen.
Danach dann doch wieder Zahlen: der überarbeitete Entwurf einer Studienordnung muss geprüft werden. Leider liegt er noch immer über der vom SMWK vorgegebenen Bandbreite. Mal sehen, ob meine Chefin morgen den Studiendekan von einer Reduzierung des Lehraufwandes überzeugen kann.
Punkt 15:30 fällt bei mir Donnerstags der Stift. Da der Förster Sprechtag hat, habe ich "Kinderdienst", d.h. dass ich die Waldkinder vom Hort abholen muss. 3,5 km sind einfach zu weit, als dass sie jeden Tag laufen und für das Fahrrad ist das kleine Waldkind noch zu klein und übermütig. Die Große darf ab und zu schon mal fahren.
Auf dem Weg zum Hort fällt mir ein, dass ich das Leergut für den Bioladen morgens zu Hause vergessen habe. Also werden die Waldkinder mit diversen Aufträgen (Hausaufgaben für das große, Schreiben üben für das kleine) zu Hause abgesetzt. Der Förster hat zum Glück sein Büro im Haus, so dass zumindest eine gewisse "Aufsicht" gewährleistet ist.
Im Bioladen besorge ich die notwendigsten Lebensmittel wie Milch, Käse und etwas Gemüse für nächste Woche. Am Wochenende sind wir zu unserem jährlichen Familientreffen unterwegs, so dass wir nichts weiter brauchen.
Wieder zu Hause müssen die Waldkinder bei den Hausaufgaben noch einmal "angetrieben" werden. Nebenbei packe ich unsere Tasche und bereite das Abendessen vor. Für mich bleibt nur Zeit für ein paar Happen Käse und ein paar Tomaten, denn ich bin noch mit meiner Mama und meiner Schwiegermama verabredet.
Und zwar hier:














 Das ist die Villa Esche in Chemnitz. Die von dem belgischen Künstler Henry van de Velde entworfene Villa gilt als ein Baudenkmal von europäischem Rang und gehört neben dem Kaufhaus Schocken von Erich Mendelsohn, dem Kaßberg, als einem der größten, noch geschlossen erhaltenen Jugendstil- und Gründerzeitviertel Europas, und imposanten Bauten der Industriearchitektur zu den herausragenden Architekturleistungen in Chemnitz.


Dort fand heute ein Lesung mit Jana Simon, der Enkelin von Christa Wolf statt. Jana Simon führte zwischen 1998 und 2011 immer wieder Gespräche mit ihren Großeltern - ursprünglich eigentlich für sich privat bzw. für ihre eigene Tochter. Irgendwann entstand dann die Idee zu einem Buch. 2013 erschien "Sei dennoch unverzagt - Gespräche mit meinen Großeltern Christa und Gerhard Wolf".
Ich hatte von diesem Buch schon im Magazin gelesen. An die Bücher von Christa Wolf habe ich mich bisher noch nicht so richtig getraut. Aber nach heute stehen nun doch "Nachdenken über Christa T.", "Kasandra" oder "Stadt der Engel" auf meiner Lesen-Wollen-Liste.
Das Publikum war irgendwie typisch ("Germanisten" und Deutschlehrer - zumindest sahen die meisten so aus ;-) ).
Pünktlich zum "Schlachthof" war ich aber wider zu Hause. Nebenbei wurden noch die Mails bezüglich des Abschlussfestes für das kleine Waldkind gecheckt und noch eine Mail an die Bürokraft des Vereines geschickt.
Nun ist dieser Beitrag auch fertig und kann bei Frau Brüllen verlinkt werden.
Den nächsten Tagebucheintrag gibt es dann am 05.07.